Das Katharinenportal

Ein ganz besonderes Stück Stadtgeschichte

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Einst prägte die Kirche St. Katharinen das Bild des nördlichen Abschnittes des Breiten Wegs. 736 Jahre stand das eindrucks­volle Bauwerk dort, wo heute der Katharinen­turm steht. In all den Jahr­hunderten hat die Katharinen­kirche sogar mehreren großen Zerstö­rungen im Kern stand­gehalten, wurde immer wieder in Teilen neu aufge­baut. Im Zweiten Weltkrieg zerstört, verwarf das DDR-Regime die anfänglichen Pläne des Wieder­aufbaus in den 1960ern für den sozia­lis­tisch geprägten Neubau „Haus des Lehrers“. Ein enga­gier­ter Denkmal­pfleger erkannte die wichtige Bedeutung des Portals. Durch ihn konnten wir ein ganz besonderes Stück Stadtgeschichte zurückgewinnen.

Anlässlich des 50. Jahres­tages der endgül­tigen Zerstörung hat das Kuratorium zur Wieder­errich­tung des Katharinen­portals in einer beispiel­losen Spenden­aktion die Restau­rierung und den Wieder­aufbau des histo­rischen Portals verwirk­licht. Wir danken hierfür allen Beteiligten.

Katharinenportal Schmietendorf Archivbild
Katharinenportal Schmietendorf Archivbild
Das Kuratorium

Klaus Zimmermann (Vorsitzender)

Prof. Dieter Beyer, Ingenieurbüro Beyer (Stellvertretender Vorsitzender)

Peter Lackner, Dipl. Bau.-Ing. (FH), Dipl.Wirt.-Ing. (FH), Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH

Dr. Dieter Scheidemann, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr der Landeshauptstadt Magdeburg

Thoralf Thiele, Pfarrer ev. Altstadtgemeinde

Hans Jörg Schuster, Geschäftsführender Gesellschafter der Paul Schuster GmbH

Oliver Ball, ITG Planungs- und Energieberatungs GmbH

Heinrich Paul Sonsalla, Sonsalla Consulting – Wohnungswirtschaftliche Beratung

Allen Spendern gilt unser Dank

Wir bedanken uns herzlich bei unseren Spendern für ihre Hilfe und würdigen dies mit einer Spendentafel. Je nach Spendenbetrag befinden sich diese an der Rückseite des Portals oder an der Gebäudefassade linksseitig neben dem Portal. Es sind noch freie Plätze verfügbar – gern nehmen wir weitere Spenden entgegen.

Spendentafeln

Spendentafel

Größe 5: je Tafel ab 10.000 Euro Sandstein, B x H ca. 200 x 170 cm

Größe 4: je Tafel ab 6.000 Euro Sandstein,
B x H ca. 130 x 80 cm


Größe 3: je Tafel ab 4.000 Euro Sandstein, B x H ca. 63 x 40 cm

Größe 2: je Tafel ab 2.000 Euro Sandstein, B x H ca. 40 x 20 cm

Größe 1: je Tafel ab 500 Euro Sandstein, B x H ca. 25 x 15 cm

Mit den Tafeln an der Gebäudefassade linksseitig des Portals werden die Spender mit Beträgen zwischen 50 und 500 Euro gewürdigt.

Unsere Spender

setetetert

Wir benötigen weiterhin Ihre Unterstützung. Bitte spenden Sie.

Etwa 230.000 Euro betragen die Kosten für die Restaurierung. Hierfür benötigen wir Ihre finanzielle Unterstützung.

Download Spendenflyer

Chronik von St. Katharinen

1230
Grundsteinlegung der Kirche. Die Weihe zur „Heiligen Katharina“ erfolgte, da der Erzbischof 1220 eine Fingerreliquie der Katharina von Alexandrien nach Magdeburg gebracht hatte. Geweiht wurde die Kirche wahrscheinlich von Erzbischof Burkhard I. von Woldenberg.

1468
Das ursprüngliche Kirchenschiff wurde abgerissen, um ein größeres zu errichten.

ertert

1524
Durch Pfarrer Johann Ziegenhagen wurde die Reformation eingeführt.

ertert

1613
212 Häuser wurden bei einem umfangreichen Stadtbrand zerstört, der auch die St.-Katharinen-Kirche schwer beschädigte.

1631
Bei der Erstürmung Magdeburgs durch kaiserliche Truppen unter Tilly am 10. Mai 1631 wurde auch die Katharinenkirche schwer beschädigt.

1668
Wiederaufbau nach dem Dreißigjährigen Krieg. Die Baukosten betrugen 6.000 Taler.

1699
Bis 1703 wirkte hier der Organist Johann Bernhard Bach, ein Cousin von Johann Sebastian Bach

1806
In der Zeit der französischen Besatzung wurde die Kirche 1806 zunächst als Pferdestall und später (1811) als Warenlager und 1813 sogar als Rinderstall genutzt.

1816
Nach Abzug der französischen Truppen erhielt die evangelische Katharinengemeinde am 15. Mai 1816 ihre Kirche zurück.

1845
Die legendären Predigten von Pastor Leberecht Uhlich zogen in der Zeit vom 1. Oktober 1845 bis 1847 dermaßen viele Besucher an, dass die Menschen zum Teil noch auf der Straße vor der Kirche stehen mussten.

1870er
2.276 Taler wurden zur Beseitigung der schlimmsten Schäden aus der Zeit der französischen Besatzung aufgewandt. Es erfolgten umfangreiche Instandsetzungsarbeiten. So wurde das Bildnis der Heiligen Katharina 1873 über dem Portal ausgetauscht.

1944 und 1945
Bei alliierten Bombenangriff en während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kirche zunächst zur Zuflucht, doch am 28. September 1944 wurde auch sie getroffen und brannte völlig aus. In die Ruine der Kirche retteten sich beim schwersten Luftangriff auf Magdeburg am 16. Januar 1945 viele Menschen und entkamen so dem Brand in der Innenstadt. Das Portal der Kirche mit dem Bildnis der Heiligen Katharina blieb weitestgehend unbeschädigt.

1960
Der Beschluss wurde gefasst, den Nordabschnitt des Breiten Wegs neu aufzubauen. Die Katharinenkirche sollte in das Stadtbild einbezogen werden und ist zunächst durch staatliche Stellen fest zugesagt worden.

1964 bis 1966
Die DDR-Führung beabsichtigte, den nördlichen Abschnitt des Breiten Wegs als sozialistisch geprägtes Stadtzentrum aufzubauen. Die in diesem Bereich befindlichen Kirchen wurden daher als störend empfunden. Am 5. Februar 1964 wurde der Abriss des Kirchenschiffes beschlossen, am am 24. März 1964 erfolgte die Sprengung. Die beiden Türme blieben allein stehen, bis auch sie nach hitzigen Diskussionen letztendlich im Juli 1966 abgerissen wurden. Wegen der inzwischen dicht aufgeschlossenen Neubauten konnte nicht gesprengt werden. Durch die Abtragung mit der Kreuzhacke war es der Baufirma Schuster möglich, die Originalsteine des Katharinenportals zu bergen. Die Heilige Katharina wurde rechtmäßig in die Wallonerkirche gebracht. Nach 736 Jahren endete die Geschichte der Katharinenkirche.

1968
Bei der Neugestaltung des nördlichen Breiten Wegs entstand mit Baubeginn 1968 das „Haus der Lehrer“ am früheren Standort der Kirche. Die Fertigstellung erfolgte ein Jahr später.
Der blaue 12-Geschosser in Stahlbetonbauweise war seinerzeit das vorerst höchste Gebäude der Stadt und fügte sich in das moderne, von Plattenbauten geprägte Zentrum, in der damaligen Karl-Marx-Straße ein.

2011
Nach der Wende verlor das Haus der Lehrer an Bedeutung und verkam immer mehr zum Schandfleck und stand lange Zeit leer. Am 3. März gab es den Startschuss für den Umbau des Gebäudes.

2013
Die Skulptur der Heiligen Katharina zog kurzerhand in die Werkstätten des Denkmalpflegebetriebes Paul Schuster GmbH um. Aus ihr fertigte Steinmetz und Steinbildhauer Peter Beneke 2013 eine originalgetreue Kopie aus Sandstein.

2014
Fertigstellung des Katharinenturms nach über drei Jahren Bauzeit. Mit dem Katharinenturm
ist eines der modernsten Wohn- und Geschäftshäuser in der Magdeburger Innenstadt entstanden. > Weitere Informationen

April 2014
Bestandsaufnahme der Portalsteine im Technikmuseum

Mai 2014
Beginn des Spendenaufrufs

Juli 2014
Aufstellung der Katharina in der Sparkasse mit Spendenbox

Februar 2015
Vorbereitung der Steine zum Wiederaufbau auf dem Hof der Paul Schuster GmbH

März 2015
Ein Bronzemodell der Katharinenkirche wurde vor dem Katharinenturm wiederaufgestellt. Die Rückkehr des Modells und das geplante Frühlingsfest am Katharinenturm im April 2015 sind der Start in einer neue Etappe der Spendensammlung.
Spendenstand: 45.000 Euro

Mai 2016
Auf dem Dach des Hauses gegenüber wird am 11. Mai 2016 eine Live-Webcam installiert.

Juli 2016
Am 6. Juli 2016 begann der durch Spenden finanzierte Wiederaufbau des Katharinenportals, koordiniert durch die WOBAU.
Spendenstand: 71.000 Euro

August 2016
Zusammenfügen der Steine des Portals am 9. August 2016

September 2016
Fertigstellung der Front am 15. September 2016

Oktober 2016
Anlässlich des 50. Jahrestages der Zerstörung der Katharinenkirche wurde am 29. Oktober 2016 nach umfangreicher Restaurierung das Portal in unmittelbarer Nähe seines historischen Standortes nach seiner Wiedererrichtung feierlich eingeweiht.
Spendenstand: 140.000 Euro

Januar 2017
Spendenstand: 163.000 Euro

Grundsteinlegung und die ersten Jahre

1230

  • Grundsteinlegung der Kirche. Die Weihe zur „Heiligen Katharina“ erfolgte, da der Erzbischof 1220 eine Fingerreliquie der Katharina von Alexandrien nach Magdeburg gebracht hatte. Geweiht wurde die Kirche wahrscheinlich von Erzbischof Burkhard I. von Woldenberg.

1468

  • Das ursprüngliche Kirchenschiff wurde abgerissen, um ein größeres zu errichten.

1524

  • Durch Pfarrer Johann Ziegenhagen wurde die Reformation eingeführt.
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